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Energiebündnis Mostviertel

Energiebündnis für die Bezirke Amstetten, Melk und Scheibbs  "Weniger CO2 – mehr Mostviertel“ – unter diesen Slogan stellen Organisationen im Bezirk Amstetten, Melk und Scheibbs die vereinbarte regionale Zusammenarbeit im Hinblick auf Klimaschutz und Energieeinsparung.

Die Wirtschaftskammer, die Bauernkammer, die Umweltberatung, die Gemeindever- treterverbände von ÖVP und SPÖ in Kooperation mit der EVN, die Kleinenergieerzeuger, der Regionalverband und der Gemeindeverband für Umweltschutz haben ihre Aufgabenbereiche klar abgesteckt und eine Zusammenarbeit bei Öffentlichkeitsarbeit, Bewusstseinsbildung und Motivation zum Energie einsparen vereinbart. Außerdem haben sich die einzelnen Beteiligten klare Ziele gesetzt, die in einer ersten Phase bis 2010 umgesetzt wurden und dann weiter nach Evaluierung bis 2015 umgesetzt werden sollen.

Die Wirtschaftskammer verstärkt  die ökologischen Betriebsberatungen. Und da ist neben dem Umwelteffekt auch Geld für die Unternehmer drin, denn jede eingesparte Energie ist gleichzeitig auch ein unternehmerischer Gewinn.

Die Landwirtschaftskammer hingegen setzt auf nachwachsende Rohstoffe vom Acker und vor allem aus dem Wald. Man sieht noch lange nicht das ganze Potential ausgeschöpft, vor allem auch viel Energieeinsparungsmöglichkeiten auf Bauernhöfen selbst oder auf den riesigen
Dachflächen auch Chancen für „Sonnenkraftwerke“. mit Rapsöl auch die Möglichkeit, den Treibstoff für den Traktor selbst in kleinen Ölmühlen zu erzeugen“.

Der Gemeindeverband für Umweltschutz hat die Ebene der Haus-& Ofenbesitzer im Auge. Noch immer stehen gut einem Drittel der Häuser Heizkessel, die teilweise überdimensioniert sind oder aber mehr Energie verbrauchen als nötig wäre, weil die Häuser schlecht gedämmt sind oder alte Fenster haben. Mit einer Gesamtberatung für solche Hausbesitzer, die übrigens gemeinsam mit der Umweltberatung erfolgen soll, soll den BürgerInnen gezeigt werden, dass eine Sanierung mit Dauer Sinn macht und sogar unterm Strich noch Sparen hilft.

Bei der Umweltberatung ist das Energiebündnis auf jeden Fall eine willkommene Gelegenheit, die Beratungsagebote, die es seit über 2 Jahrzehnten gibt, noch zu verstärken. Passiv- & Niedrigenergiehäuser sind unser Beratungsstandard, so DI Christian Wallner – Obmann der Umweltberatung Niederösterreich, der tonnenweise CO² Einsparungsmöglichkeiten im Vergleich zwischen einem Passivhaus und einem normal gebauten Haus sieht.

Eine interessante neue Gruppe, die bisher noch nicht organisiert aufgetreten ist, hat der Regionalverband, als Motor hinter dem Energiebündnis, mit den sogenannten „Kleinenergieerzeugern“ an Bord geholt.
Dutzende Wasserrechte zum Betrieb von Kleinwasserkraftanlagen liegen derzeit brach.

Schließlich haben sich auch die Gemeinden, in Form der Gemeindevertreterverbände der ÖVP und der SPÖ, gemeinsam mit der EVN in den Dienst der Sache gestellt: Bei Straßenbeleuchtungsanlagen und öffentlichen Gebäuden sieht man große Einsparungsmöglichkeiten.
Die EVN sieht unterdessen in ihrer Teilnahme auch ein Zeichen dafür, dass der Firmenslogan „Energie vernünftig nutzen“ nicht nur eine Worthülse, sondern gelebte Realität ist. So präsentierte man bei der Energiebündnisunterzeichnung zum Beispiel ein Messgerät, mit dem jeder Bürger sehen kann, wie viel Strom er sparen kann, wenn er Altgeräte mit neuen ersetzt, oder den Standby Betrieb abschaltet.

„Das Energiebündnis als Plattform wird in Zukunft auf jeden Fall netzwerkartig arbeiten. Bei Marketing, Motivation und Öffentlichkeitsarbeit wird eng zusammengearbeitet. Die Maßnahmenbereiche  wurden untereinander abgestimmt von den einzelnen Partnerorganisationen daraufhin selbst die Umsetungsschritte verbindlich definiert“, so DI Johannes Pressl, der das Projekt im Regionalverband betreut.