YbbstalradwegAusgangssituation Die Schmalspurbahn durch das Ybbstal von Waidhofen/Ybbs bis Lunz/See, sowie von Gstadt nach Ybbsitz verläuft auf einer landschaftlich äußerst reizvollen Route. Die Auslastung der Bahn ist allerdings sehr schwach. Die Ybbstalbahn steht daher vor der Stilllegung. Wenn es dazu kommen sollte, bietet sich die dann unbenutzte Trasse als Radweg an. Sowohl für den Bedarfsradverkehr als auch für eine touristische Nutzung.
Zwischenstand November 2011: 3.560 Unterschriften für den Ybbstalradweg: Ökomobilität und Naturverbundenheit als Hauptmotiv der Unterzeichner Peter Harlacher und Thomas Haselsteiner haben im Juli diesen Jahres – gemeinsam mit einigen Opponitzer Familien die IG Pro Ybbstalradweg ins Leben gerufen. Im November legten sie in einer vorläufigen Bilanz nach nur 5 Monaten 3.560 Unterschriften von Menschen vor, die für einen Radweg durch das Ybbstal eintreten. Dass über 2/3 aus der Region kommen, darauf sind sie stolz. ![]() Bgm. Martin Ploderer – designierter Sprecher des Gemeindeverbandes Ybbstalradweg – nahm die Listen stellvertretend für die Ybbstalgemeinden entgegen, versprach den Initiatoren einen verantwortungsvollen Umgang mit den Unterschriften und gleichzeitig vollen Einsatz für den Radweg durchs Tal. „Denn wer von uns Verantwortlichen nicht hört, was die Menschen im Tal und in unseren Gemeinden wollen, der ist bald nicht mehr Bürgermeister“, meinte Ploderer. Sein Stellvertreter – St.Georgen´s/Reith Bürgermeister Helmut Schagerl skizzierte ein Zukunftsbild: Er sieht die Chancen des Radweges vor allem bei der Entwicklung des Ökotourismus im Tal. In Kombination mit Wandern, Bergsteigen und Mountainbiken müssen wir ein naturtouristisches Gesamtpaket schnüren, so Schagerl. Und dazu gab´s auch die Bestätigung der Radwegfreunde: „Naturverbundenheit ist eine große gemeinsame Triebfeder der Unterzeichner.“ bestätigte Peter Harlacher.
Ihnen ist aber auch der Alltagszweck des Radweges wichtig: Viele kleine Wege wären alltäglich mit dem Rad machbar und auch viel CO2 einsparbar, wenn die Radwege sicher und qualitativ hochwertig sind, überzeugt Harlacher mit eigenem Beispiel: Tagtäglich fährt Peter Harlacher selbst mit dem Rad 15 km zur Arbeit. Eigentlich nicht viel. Rechnet man die Retourstrecke und die Anzahl der Tage hoch, entsteht jährlich jedoch eine Summe von rund 4.000 km.
Und noch ein Motiv war den Unterzeichnern besonders wichtig: Die Freizeitnutzung des Radweges! Ein Radweg ist ein Projekt für die Region und für die Menschen, die ihn ganz persönlich für sich selbst nutzen können.
In die immer noch laufende Diskussion, was besser sei: Bahn oder Radweg, da wollen sich die Unterschrifteninitiatoren nicht einmischen. Sie gaben aber zu bedenken, dass sowohl der Bus- wie auch der Bahnverkehr durch das Tal mit fossilen Brennstoffen erfolgen. Die ökologisch schlechteste Variante wäre bzw. ist ein Parallelbetrieb beider Systeme. Und dazu gab´s abschließend ein klares Wort des Obmannes der NÖ. Eisenstraße, Mag. Andreas Hanger: "Wir setzen auf einen qualitativ hochwertigen Radweg und müssen da leider auch zur Kenntnis nehmen, dass Bahn und Radweg parallel aus technischen Gründen einfach nicht möglich sind. Da muss man die Realitäten einfach auch einmal zur Kenntnis nehmen. Das ist auch keine politische, sondern einfach eine technische Frage. Die NÖ. Eisenstraße ist bei der touristischen Entwicklung im Tal auf jeden Fall verlässlicher Partner." |


